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Diagnostik bei LRS und Dyskalkulie: Pädagogische und medizinische Tests zur Förderdiagnostik und Kostenübernahme nach §35a SGB VIII

Anspruch auf foerderung durch eine korrekt durchgefuehrte, und anerkannte diagnose der lernschwierigkeiten

Förderdiagnostik bei Lernschwierigkeiten in Lesen, Schreiben und Rechnen

Keine Förderung ohne eine vorherige Durchführung eines LRS- oder Dyskalkulie-Tests!

Aus diesem Grund stehen bei uns im Rahmen unserer wissenschaftlich fundierten pädagogischen Diagnostik neben einem ausführlichen Anamnesegespräch ebenfalls standardisierte Schulleistungstests sowie weitere spezifische förderdiagnostische Testungen zur Verfügung.

Es gibt zwei Hauptformen der Diagnostik: die medizinische Diagnostik, durchgeführt von Kinderärzten, Jugendpsychiatern und Psychotherapeuten, und die pädagogische Diagnostik. Die medizinische Diagnostik zielt darauf ab, Lernstörungen oder Teilleistungsstörungen gemäß ICD-10 zu identifizieren. Für eine Kostenübernahme der Lerntherapie durch das Jugendamt Siegen ist eine ICD-10-Diagnose erforderlich, weshalb eine Untersuchung durch einen qualifizierten Mediziner notwendig ist.

Die pädagogisch orientierte Diagnostik fokussiert sich auf den aktuellen Entwicklungsstand des Kindes. Sie analysiert das Verständnis im Bereich Lesen, Schreiben und Rechnen und identifiziert spezifische Schwierigkeiten. Ziel ist es, genau zu bestimmen, welche Lernschritte bereits gemeistert wurden und welche noch Herausforderungen darstellen.

Als Grundlage zur Beurteilung, ob z. B. eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (Kernsymptomatik: Defizite im Bereich der Worterkennung und Wortschreibung) oder eine Rechenschwäche (Kernsymptomatik: Defizite im basisnumerischen Bereich) vorliegt, dienen die meisten der unten genannten Tests. Da bei diesen die Ergebnisse immer auch im Verhältnis zur jeweiligen Klassen- oder Altersnorm wiedergegeben werden (meist in Form von Prozenträngen), kann festgestellt werden, wie viele vergleichbare Kinder die Aufgaben besser, gleich oder schlechter gelöst haben.

Wir ergänzen im Rahmen unserer Förderdiagnostik solche Testungen um Verfahren, die auch den genauen Lösungsweg der vom Kind bearbeiteten Aufgaben analysieren, denn genau dort setzt die Förderung im spezifischen Problembereich an. Gleiches gilt im Bereich Lesen und Schreiben, wo wir den schriftsprachlichen Entwicklungsstand des Schülers bestimmen und diesen in die Phasen des bewährten Schriftspracherwerbsmodells einordnen.

Die so gewonnene individuelle „Lernausgangslage“ des Kindes – also seine aktuellen Kenntnisse und Fertigkeiten, die den Entwicklungsstand des kindlichen Denkens widerspiegeln – ist viel wichtiger als die reine Fehleranzahl im Vergleich zu anderen Kindern. Das den Fehlern zugrunde liegende Verständnis ist der zentrale Ausgangspunkt für die Erstellung des Förderplans sowie für die Verlaufsdiagnostik im Sinne einer adaptiven Lernfortschrittsmessung.